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Ein neuer Ort
Künstlertage 2010
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Unweit des romantischen Teepavillons von 1920 führt eine Treppe hinab in den Steinbruch. Von Holunderbüschen gesäumt führen 48 Stufen hinunter an einen neuen Ort. Wilfried Hagebölling hat ihn gestaltet - und so heißt seine Stahlplastik „Ein neuer Ort“
Vier geometrische Stahltafeln in der Abmessung 1,50 mal 3 Meter markieren den Eingang zur Schlucht. Die Stahlplatten stehen exentrisch auf je einer beweglichen Achse und lassen sich schwenken und drehen. Die Besucher können hier ihre eigenen Orte schaffen:
„Hier kann ich einen Bezug zur Landschaft aufbauen - und einen Bezug zu mir selbst in der Landschaft. Ich kann den Raum verriegeln, eine Kammer bilden, in die ich mich hineinstelle, und ganz für mich sein. Ich kann Schneisen bilden, einen Ausblick schaffen, oder den Weg öffnen in die Schlucht. So wird der Steinbruch selbst Bestandteil der Skulptur.“
31. Juli bis 15. August 2010
Mi-Sa 17 bis 21 Uhr, So 15 bis 21 Uhr
Hermannshof Völksen
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2000 Jahre
Varusschlacht im Osnabrücker Land
„COLOSSAL - Kunst Fakt Fiktion MMIX“ |
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Jan Hoet zum Konzept der Ausstellung:
In der Schule haben wir in Geschichte immer nur die Daten der Kriege gelernt: Auf eine Schlacht folgte die nächste. So ging das immer weiter. Daran wird klar, dass es das schwierigste ist, eine Perspektive für die Zukunft zu finden.
Ich wollte für die Ausstellung einen Perspektivwechsel. Es geht nicht mehr um ein einzelnes Denkmal, sondern um das Nachdenken - um die vielen Perspektiven auf die Geschichte und unsere Gesellschaft. Das ganze Thema Varusschlacht hat so eine lange Tradition in Deutschland, dass man es schon gar nicht mehr richtig sehen kann. Alles ist verstellt, weil jeder weiß, wie es gewesen war - auch wenn keiner der Zeitzeugen es jemals beschrieben hat.
Lange Zeit hat man vieles erfunden, bis alles so passte, wie man es for die große Erzählung vom Nationalstaat brauchte. Eigentlich ist dieses Thema ein großes Observatorium zur Beobachtung der Gesellschaft. Die Kunst steht mitten in dieser paradoxen Verbindung von Subjektivität und Objektivität.
COLOSSAL | 2000 Jahre Varusschlacht im Osnabrücker Land 
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Der 1941 in Berlin geborene Bildhauer Wilfried Hagebölling, der früh große Wettbewerbsprojekte, architekturbezogene Skulpturen sowie Gestaltungen von Architektur realisierte und vor allem mit seinen großen, zum Teil begehbaren Stahlplastiken im öffentlichen Raum bekannt wurde, zählt zu den bedeutenden Stahlbildhauern Deutschlands.
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Arbeiten des Künstlers sind bereits Mitte der 70er Jahre in den großen Salons in Paris und dann in zahlreichen Ausstellungen von renommierten Museen im In- und Ausland gezeigt worden, – dem Kunstmuseum Aalborg, der Kunsthalle Mannheim, dem Lehmbruck-Museum Duisburg, dem Museum Folkwang Essen, der Kunsthalle Bremen, dem Museum am Ostwall Dortmund, dem Yorkshire Sculpture Park, um nur einige zu nennen – in Einzel- oder Gruppenausstellungen, darunter wichtigen Übersichtsausstellungen wie „dreidimensional - aktuelle Kunst aus der BRD“, mit der die BRD 1983 erstmals zeitgenössische deutsche Bildhauerkunst im Ausland vorstellte (Stationen waren Tokio, Seoul, Manila, Singapur), „bis jetzt. Von der Vergangenheit zur Gegenwart. Plastik im Außenraum der BRD“, die 1990 in den Herrenhäuser Gärten in Hannover einen Längsschnitt durch die Geschichte der Plastik im Außenraum der BRD bot, oder „Stahlplastik in Deutschland 1993“, der ersten großen Ausstellung ost- und westdeutscher Stahlplastik nach der Wiedervereinigung in Halle an der Saale.
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Skulpturen von Hagebölling befinden sich im Besitz zahlreicher Museen, Institutionen oder auch Kommunen. Bundesweite Aufmerksamkeit erzeugte die jahrelange Diskussion um sein „Keil-Stück“ auf dem Martinikirchhof in Minden.
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Vor einigen Jahren hat der in Paderborn ansässige Künstler ein weitläufiges Areal in einem ausgedehnten Natur-/Landschaftsschutzgebiet am Rande der Senne als Ausstellungsgelände für seine Arbeiten angelegt. In diesem „Skulpturengarten“ sind gleich mehrere seiner begehbaren Großplastiken, alle schon in verschiedenen Ausstellungen gezeigt, in einen Dialog untereinander und mit der Natur gesetzt.
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Wilfried Hagebölling
Im Dörener Feld 27a
Paderborn
Telefon: +49 (0)5251 26528
Telefax: +49 (0)5251 26528
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